Lenormand Legesysteme
Die Lenormandkarten
Die nach Marie Anne Lenormand benannten Karten gehören zu den beliebtesten Wahrsagekarten überhaupt. Mit 36 Karten bilden sie ein übersichtliches System, das dennoch tiefgründige Aussagen ermöglicht. Jede Karte kann auf verschiedenen Ebenen interpretiert werden, und ihre Bedeutung verändert sich je nach Position und den umgebenden Karten.
Die Bedeutung der Kartenkombinationen
Das Besondere an den Lenormandkarten ist ihre Kombinationsfähigkeit. Anders als beim Tarot, wo jede Karte für sich steht, entfalten Lenormandkarten ihre volle Bedeutung erst im Zusammenspiel mit anderen Karten. Die Kunst des Kartenlegens besteht darin, diese Verbindungen zu erkennen und zu deuten.
Die Große Tafel (Grand Tableau)
Das umfassendste Lenormand-Legesystem ist die Große Tafel. Alle 36 Karten werden in einem Rechteck von 8x4 oder 9x4 Karten ausgelegt. Diese Legung gibt einen vollständigen Überblick über die Lebenssituation des Fragenden. Die Personenkarte (Dame oder Herr) zeigt, wo sich der Fragende befindet, und alle umgebenden Karten geben Auskunft über verschiedene Lebensbereiche.
Die 9er-Legung
Bei der 9er-Legung werden neun Karten in einem 3x3-Quadrat ausgelegt. Die mittlere Karte repräsentiert das Thema oder die Person. Die umgebenden Karten zeigen Einflüsse aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Dieses System eignet sich besonders für konkrete Fragestellungen.
Die 3er-Legung
Die einfachste Methode für schnelle Antworten. Drei Karten werden nebeneinander gelegt und repräsentieren Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Diese Legung eignet sich hervorragend für Anfänger und für tägliche Kurzlegungen.
Das Keltische Kreuz mit Lenormand
Obwohl ursprünglich für das Tarot entwickelt, lässt sich das Keltische Kreuz auch mit Lenormandkarten legen. Zehn Karten werden in einem charakteristischen Muster ausgelegt und beleuchten verschiedene Aspekte einer Situation: die aktuelle Lage, Hindernisse, Hoffnungen, Ängste und das mögliche Ergebnis.
Tipps für Anfänger
Beginnen Sie mit einfachen Legungen wie der 3er-Legung. Lernen Sie zunächst die Grundbedeutungen der 36 Karten und üben Sie dann, Kombinationen zu lesen. Führen Sie ein Tagebuch Ihrer Legungen, um Ihre Interpretation im Laufe der Zeit zu verfeinern. Mit Geduld und Übung werden Sie die Sprache der Karten immer besser verstehen.